Großstädter sind Ausländern gegenüber toleranter

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Gast

Großstädter sind Ausländern gegenüber toleranter

Beitrag von Gast »

Während in den Großstädten nur ein Viertel der Menschen (26,8 Prozent) will, dass Deutschland keine neuen Einwanderer zulässt, ist in den ländlichen Gebieten Deutschlands fast jeder Zweite (42,5 Prozent) dafür. Dies geht aus einer vom Bundesinnenministerium veröffentlichten Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung hervor, an der 4000 Männer und Frauen teilnahmen.


Wenngleich eine kleine Minderheit der Befragten Ausländer entschieden ablehne, seien die Deutschen insgesamt nicht ausländerfeindlich. Die Einstellung zu Ausländern hängt der Studie zufolge stark vom Bildungsgrad ab. Während 62,2 Prozent der Befragten ohne Schulabschluss gegen neue Einwanderer sind, teilen nur 15,2 Prozent der Befragten mit Abitur diese Ablehnung.

Die größte Ablehnung erfahren Ausländer dort, wo es sie am wenigsten gibt. Auf dem Land reagierte die Berufsgruppe der Landwirte am reserviertesten auf neue Einwanderer. Mit 68,8 Prozent haben Bauern die meisten Bedenken, die wenigsten Bedenken gegen neue Einwanderer haben die Beamten (19,6 Prozent).

Das Statistische Bundesamt lieferte außerdem weitere Zahlen zu Ausländern in Deutschland: Knapp ein Drittel stammt aus den Staaten der Europäischen Union. Rund ein Viertel der Ausländer sind Türken. Jeder fünfte Ausländer ist in Deutschland geboren. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der gemeldeten Ausländer 2004 um 8,4 Prozent auf 6,7 Millionen ab. Der Rückgang sei aber vor allem auf eine Bereinigung des Ausländerzentralregisters zurückzuführen, erklärte das Bundesamt. Die Zahlen seien daher nicht vergleichbar. Nicht enthalten in der Statistik sind zudem Bürger, die neben ihrer ausländischen auch eine deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Von den 6,7 Millionen Ausländern in Deutschland kommen 31 Prozent aus EU-Ländern und 48 Prozent aus anderen europäischen Staaten. Die größten Gruppen aus einzelnen Ländern stellen nach den Türken mit 26 Prozent Italiener sowie Bürger aus Serbien und Montenegro mit jeweils acht Prozent. Weitere zwölf Prozent stammen aus Asien, vier Prozent aus Afrika, drei Prozent aus Amerika sowie 0,1 Prozent aus Australien und Ozeanien.

Durchschnittlich halten sich Ausländer 16,1 Jahre in Deutschland auf. Zwei Drittel wohnen bereits acht Jahre oder länger hier und haben damit die für eine Einbürgerung notwendige Aufenthaltsdauer erreicht. Von den 6,7 Millionen Ausländern wurden 1,4 Millionen oder 21 Prozent in Deutschland geboren. Dieser Anteil war besonders hoch bei Türken mit 35 Prozent, Italienern mit 30 sowie Niederländern mit 29 Prozent.

Quelle:http://www.vaybee.de/deutsch/
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