Mercedes-Sterne aus Istanbul, Hugo Boss- Anzüge aus Izmir. Immer mehr internationale Unternehmen lassen in der Türkei produzieren.
Der Mercedes-Stern steht überall auf der Welt als Symbol für das Exportland Deutschland, für "Made in Germany". Nur ist der glitzernde Metallstern selbst gar kein deutsches Produkt, er wird von der türkischen Firma Yilmasan in Istanbul hergestellt.
Ähnliches gilt für Brooks Brothers, den US- Nobelausstatter von der Madison Avenue in New York, der seine Edel-Hemden und Krawatten in der Türkei produzieren lässt.
Auch die Kölner Ford-Werke schätzen den Produktionsstandort Türkei und lassen mit dem "Orientexpress" Fahrzeugteile für die Ford-Modelle Transit und Transit Connect von Köln aus in die Türkei rollen. Zwei Mal wöchentlich gehen die Waggons vom Ford-Werk in Köln-Niehl auf die 2 523 Kilometer lange und sechseinhalb Tage dauernde Reise zum Bestimmungsbahnhof Köseköy in der Nähe des Otosan-Werks in Kocaeli, wo Ford Transit und Transit Connect vom Band laufen.
Deutschland: wichtigster Handelspartner
Ganz besonders das Engagement der deutschen Wirtschaft am Produktionsstandort Türkei steigt rapide. Die "Großen" der deutschen Industrie unterhalten zum Teil schon seit der Zeit um 1850 Niederlassungen in der Türkei. Bedeutende Investitionen der deutschen Großindustrie erfolgten in den ersten beiden Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg. Eine sprunghafte Vermehrung des deutschen Engagements setzte aber in den neunziger Jahren ein. Allein im Zeitraum von 1995 bis 2000 hat sich die Zahl der deutschen Tochterfirmen in der Türkei von 500 auf 1 000 verdoppelt, mittlerweile nähert sie sich der Marke von 1 200, so Dr. Peter Presber, Ansprechpartner der Deutsch-Türkischen IHK.
Ausländischen Investoren sind exportorientiert
Dabei geht es nicht nur um den türkischen Markt selbst mit seinen knapp 70 Millionen Konsumenten. Zunehmend entscheiden sich große deutsche Unternehmen im Rahmen ihrer globalen Planung für den Produktionsstandort Türkei, zum Beispiel MAN und DaimlerChrysler stellen in der Türkei Autobusse her, die in alle Welt geliefert werden. Hugo Boss hat in der Freizone von Izmir eine hypermoderne Fabrikation errichtet. Die dort gefertigten Herrenanzüge gehen nach Metzingen und von dort in alle Welt. Eine Expansion der Anlage steht bevor. In den Werken von Robert Bosch in Bursa läuft derzeit ein Investitionsprogramm von mehreren hundert Millionen Euro. Dort werden technische Spitzenprodukte hergestellt, wie zum Beispiel Common-Rail-Injektoren für Dieselmotoren. Der ganz überwiegende Teil der Produktion geht in den Export, zum Beispiel in die USA.
Die bislang größte deutsche Investition in der Türkei wurde Ende Februar 2004 durch das Steinkohlekraftwerk der STEAG mit einem Investitionsvolumen von circa 1,5 Milliarden US-Dollar eingeweiht.
Zollunion wirkt sich positiv aus
In dieser Entwicklung spiegelt sich auch wider, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Türkei mit der seit dem 1. Januar 1996 bestehenden Zollunion auf ein neues Fundament gestellt wurden. Mit wenigen Ausnahmen (Landwirtschaft) ist seitdem der gegenseitige Handel zwischen der Türkei und den EU-Ländern zollfrei.
Quelle:Vaybee.de
Selam
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