KAMPAGNE - Projekt um Mädchen in die Schule zu bringen

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forganna
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KAMPAGNE - Projekt um Mädchen in die Schule zu bringen

Beitrag von forganna »

"Auf in die Schule, Mädchen"

Die Kampagne "Haydi Kizlar Okula" zeigt immer größere Erfolge. In der Türkei gehen 40.000 Mädchen mehr zur Schule.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF besuchen 640.000 Mädchen in der Türkei keine Schule. In Sachen Schulbildung liege die Türkei, die sich um eine Aufnahme in die EU bemüht, hinter dem Iran und Syrien zurück. Dies sagte die stellvertretende UNICEF-Chefin Karin Sham Poo am Dienstag (24.08.2004) dem türkischen Nachrichtensender NTV.

Im vergangenen Jahr hat das Kinderhilfswerk in der Türkei die Kampagne "Auf in die Schule, Mädchen" ('Haydi Kizlar Okula') gestartet. Sie soll in diesem Jahr auf weitere Provinzen ausgedehnt werden und die Zahl der Schulgängerinnen erhöhen. Durch die Kampagne wollen die Initiatoren bis Ende des kommenden Jahres 300.000 Mädchen eine Schulbildung ermöglichen. Familien, die ihre Töchter zur Schule schicken, erhalten Geldprämien.

An der UNICEF-Kampagne beteiligen sich die türkische Regierung und die Provinzbehörden. Prominenteste Unterstützerin ist Emine Erdogan, Ehefrau des türkischen Ministerpräsidenten. Ihr Engagement in dieser Sache sei vorbildlich, so Karin Sham Poo.

Im ersten Jahr der Kampagne hätten laut Sham Poo 40.000 Mädchen mehr zur Schule gebracht werden können. In ländlichen Gebieten der Türkei gehen in vielen Familien nur die Söhne zur Schule, während die Mädchen zu Hause bleiben und früh verheiratet werden.

Am erfolgreichsten sei die Kampagne in der osttürkischen Stadt Siirt verlaufen, die CNN Turk zufolge eine Hochburg der AKP-Wähler sei, und sicherlich unter dem positiven Einfluss Tayyip Erdogans stünde. Außerdem sei das Großprojekt auch in Van gut angekommen, der Heimatstadt des türkischen Erziehungsministers. UNICEF-Vertreterin Sham Poo betonte, wie wichtig eine gute politische Führung bei der Beschleunigung der Kampagne sei.

Das türkische Schulwesen

In der Türkei herrscht seit 1924 eine allgemeine Schulpflicht. Gemäß der Verfassung darf keinem Kind das Recht auf Bildung entzogen werden. Seit 1997 ist die Schulpflicht von fünf auf acht Jahre erhöht worden, so dass Kinder von ihrem 6. bis 14. Lebensjahr eine ununterbrochene Bildung in der Grundschule genießen.

Nach Absolvierung der achtjährigen Grundschule kann der Schulbesuch auf einer weiterführenden Schule fortgesetzt werden. Mit wenigen Ausnahmen sind die meisten Mittelschulen staatlich und gebührenfrei. Die Kinder haben auf diesen Schulen die Möglichkeit, drei Jahre entweder ein Gymnasium oder eine Gewerbeschule zu besuchen. Absolventen dieser weiterführenden Schulen können nach einer Aufnahmeprüfung ihre Ausbildung an den Universitäten oder Fachhochschulen fortsetzen.

Für eine schulische Erziehung im Sinne der türkischen Staatsprinzipien ist in der Türkei das "Nationale Ministerium für Bildung" zuständig. Die Institution hat Vertretungen in den verschiedenen türkischen Provinzen und im Ausland. Ihre Zentrale befindet sich in Ankara.

Quelle:Vaybee.de


Ich finde,das ist mal eine richtig gute Sache,hoffentlich ist Entwicklung weiterhin so positiv und das immer mehr Mädchen in die Schule gehen können.

Selam
Ella
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